AURORA: Ugur Karatas // 03.08.2022 – 31.08.2022

Ugur Karatas` artistic practice draws on the means of abstraction. With industrial products such as plastic bags, he creates an all-over painting that lies there like a coherent landscape. Moments of free objectlessness unfold through the picture surface, which the artist calls fractal.
OPENING: 03.08 // 19h

display // Klara Meinhardt: 8.7.-17.7.2022

Klara Meinhardt untersucht in ihren Arbeiten das Spannungsverhältnis zwischen Zweidimensionalität, Relief und Skulptur. Dabei dienen analoge und digitale Fotografien als Ausgangspunkt für die skulpturalen und bildnerischen Arbeiten. Mit dem Kontaktabbildverfahren der Cyanotypie schichtet Klara diese Aufnahmen in mehreren Ebenen auf großformatige Leinwände oder nutze sie als Vorlage, um Skulpturen über das Abgussverfahren zu erstellen. Der Fokus dieses Transformationsprozesses, der Zweidimensionalität zur Dreidimensionalität und zurück, liegt auf der erweiterten Wahrnehmung von Oberflächen. Durch die Verwendung verschiedener Medien wird die Oberfläche selbst ein Effekt dieser Transformation. Als Referenz steht dabei die Haptik des urbanen Raums: Betonfassaden werden als Motiv auf Leinwände belichtet, durch Zuschnitt aus der Fläche herausgenommen und in Form von Kleidung skulptural und performativ präsentiert.

Seit 2020 arbeitet Klara an dem Projekt “Living Picture” welches sich mit Cyanotypie-Mode, Schönheitsidealen/-merkmalen und Werbung auseinandersetzt. Im Rahmen von dis-play präsentiert Klara ihre bisherige Kollektion, bestehend aus 10 Outfits, und lässt diese durch ihrer meme performance in ein lebendiges Bild transformieren. Dabei kann “Living Picture” für verschieden Teilaspekte ihrer Arbeit stehen – die starren Häuserfassaden und Industriekulturen werden auf beweglichen Stoff transformiert, das Kleidungsstück wird von einem Menschen angezogen, dieser bewegt sich darin, tanzt, performt und posiert, wenn nun jemand ein Selfie mit sich und den Kleidungsstücken macht und dieses im Sozialen Netzwerk teilt, wird ein weiteres lebendiges Bild erzeugt, welches sich in die moderne Betrachtung von Fotografie einschreibt.
Im Rahmen des fortlaufendes Projektes “Living Pictures” recherchiert Klara zu klassischen Bildbetrachtung in Museen und den verschiedenen Inszenierungsformen und Reproduktionsformen. Dafür greift Klara auf soziologische Studien über Museumsbesucher:innen zurück, die Verhaltensmuster eines Museumsbesuchs analysieren, und entwickelt daraus performative Situationen und Performance. Der Fokus liegt dabei auf den verschiedenen Verhaltensweisen von Besucher:innen beim Bewegen und Betrachten in Ausstellungen und Ausstellungsräumen. Unter anderem bezieht sich Klara auf die Texte von John Falk, der zu den unterschiedlichen Museumsbesucher:innen geforscht hat und diese grundlegend, ausgehend von ihrer Motivation, in verschiedene Typen kategorisiert: 1. professional/hobbyist 2. The facilitator 3.the recharger 4. Explorers 5. Experience Seekers. Alle Typen folgen ein und demselben Muster bei ihren individuellen Museumsbesuchen aus vier Phase: 1. Orientierung 2. Intensives Schauen 3. Museum "fatigue": Ausstellungscruisen 4. Besuch beenden.

Mit den Kleidungsstücken kreiert Klara performative Situationen (Meme-Performances), in denen sie die Besucher:innen dazu einlädt die Kleidung anzuziehen und mit ihnen in Interaktion zu gehen – Dabei treten Kleidung, Körper, Ort und Körperhaltung in einen Erzählprozess und werden bestenfalls durch ein Selfie fixiert.

Für ihre (halböffentlichen) Performances entnimmt Klara den Studien verschiedenen Schlagwörter, die sie ihren Performer:innen zur freien Improvisation an die Hand gibt, um zu einer improvisierten Bewegungsabfolge zu gelangen, wie zum Beispiel Orientierung, intensives Schauen, Cruisen, Betasten der Werke. Auch hier geraten Performer:in, Kleidung, Körper und Bewegung in einen spielerischen sowie fließenden Prozess des Erzählens und der Reproduktion von Bildbetrachtungen.

Im Rahmen von dis-play hat Klara mit Carla Anacker als Performer:innen zusammengearbeitet, um freie Improvisationen, Bewegungen und Körperspannungen zu erprobt. Dabei sind sehr unterschiedliche, sinnliche Soft Sculpture Performances entstanden, die sich zum einen an den unterschiedlichen Typen von Museumsbesucher:innen und den analysierten Mustern eines individuellen Museumsbesuches abarbeiten und zum anderen das fotografische Abbild, die Mehrfachbelichtung und die übereinander gelagerten Schichten in einen weiteren Layer mit einbinden.

Klara Meinhardt ist Künstler:in, lebt aktuell in Leipzig und arbeiten mit Cyanotypien – einer der ältesten (fotografischen) Kopiertechniken. Klara studierte Bildende Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und performative Künste und Bildhauerei bei Monica Bonvicini an der Akademie für Bildende Künste Wien. 2015 absolvierte Klara das Meisterschüler:innenstudium im Fachbereich Medienkunst, Klasse für Installation und Raum, an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seitdem arbeitet Klara freischaffend. Mit ihren Arbeiten nahm sie an nationalen und internationalen Ausstellungen teil, unter Anderem im Museum der Bildenden Künste Leipzig (2020), der Triennale für Fotografie in Genf (2019), der Jahresausstellung der Darmstädter Sezession (2016) und dem Grassimuseum für angewandte Kunst Leipzig (2015). Sie wurde mit Arbeitsstipendien und Residenzaufenthalten prämiert unter Anderem vom CCA Andratx in Mallorca (2017), 2019 arbeitete sie mit einem Jahresstipendium des DAAD in Athen und 2021 erhielt sie ein Residenzstipendium des Goetheinstitut Nancy/Straßburg in Mulhouse. 2016 kuratierte sie die Ausstellung “Potnia Theron – das Tier in Wissenschaft und Kunst” in der Altana Galerie der Technischen Universität Dresden. Von 2015 bis 2017 war sie Dozentin der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und von 2017 bis 2019 erhielt sie einen Lehrauftrag im Fachbereich Medienkunst der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Mehr Infos über Klara: www.klarameinhardt.com

Im Rahmen von dis-play war Sara Förster Tandempartner:in von Evgenija, gemeinsam hat ein Künstler:innengespräch mit Anne Krönker am 13. Juli um 19 Uhr im/am CIAO Ausstellungscontainer stattgefunden.

display // Nana Hülsewig: 24.6.-3.7.2022

Nana Hülsewig befasst sich in ihren künstlerischen Arbeiten häufig mit dem Körper, der geprägt ist von stereotypischen, heteronormativen Betrachtungsweisen und von den Reduzierungen als Objekt. Oftmals setzt sich Nana mit gesellschafts geprägten Geschlechtszuschreibungen und Schönheitsidealen auseinander und überführt diese in Texte, Malereien, Zeichnungen und Interaktionen sowie in Performances, die primär als Kollektiv, wie zum Beispiel NAF, oder in Kollaborationen mit weiteren Akteur:innen stattfinden. Dabei schafft Nana Sichtbarkeiten für individuelle Ausdrucksformen von Schönheit und stellt Ideale sukzessiv in Frage bzw. überführt diese durche einen betonenden oder gar übertrieben Ausdruck in eine kritische Auseinandersetzung von Eigenbestimmung und Fremdbestimmung. Nana reibt sich an Normen und versucht diese immer zu brechen, umzudenken, zu dekonstruieren oder gar hinter sich zu lassen.

Die Performances von Nana, ob Solo oder in Kollektiven, bestechen immer durch ihren Detailreichtum: von dem Setting oder Bühnenbild, den ausgewählten Requisiten, dem Styling, der Körpersprachen und dem Kostüm. Möglichst alle Aspekte von (stereotypischen) Zuschreibungen, Kleidungscodexen, Verhaltensweisen und Handlungen werden analysiert, sich angeeignet und in eine humorvolle Rolle übersetzt. Dabei ist das Kostüm ein wichtiges Vehikel um Rollen zu verdeutlichen, diese zu überspitzen und Gesellschaft potenziell ein Spiegel vor zu halten, mit dem Betrachter:innen umgehen müssen.
Aktuell befasst sich Nana, für ein kommendes Performance-Projekt, mit der Haute Couture Mode und dessen handgefertigten Kleidungsstücken in Maßarbeit, die nicht nur Schöheitsideale des meist weiblichen Körpers untermauern sondern diesen auch in Form zwingen. Der Körper passt sich also dem Kleidungsstück an und nicht andersherum. Dem Stil der Kleidungsstücke, vor allem Kleider, aufgreifend, entscheidet sich Nana für ein radikales Umdenken des Materials und entwirft handgestrickte Kleidung/Kleider, die sich an den Körper schmieden und sich gleichzeitig mit ihm bewegen, dehnen und atmen. Im Rahmen von dis-play wird Nana uns einen Einblick in ihre aktuelle Arbeit und Recherche geben, uns mitnehmen in wollige Geflechte und vor Ort einzelne Teile der Performance entwickeln und erproben.

Ausgehend von ihrem Material Wolle und der händischen Arbeit des Strickens, recherchiert Nana zu den mathematischen Zusammenhängen der einzelnen Maschen und dessen netzartiges Geflecht. Entgegen zu der vermeintlichen Geradlinigkeit, in der wir unsere Welt erschaffen haben, mit Gitternetzen aus Straßen, Wegen und Häuserfassaden sowie aus Rechtwinkligen Formen, wimmelt es in der Natur von geschwungenen, gekräuselten und aufeinander aufbauende Formen, die zu beweglichen, amorphen und dennoch ultra stabilen Konstruktionen führen. Diese Konstrukte werden auch als Hyperbolischer Raum bezeichnet und beschreiben die Möglichkeit, einen Punkt unendlich oft mit einer Linie zu schneiden, ohne eine weitere Linie zu kreuzen. Diesem Phänomen spürt Nana in ihren Kostümen mit der Stricknadel nach.

Nana schreibt Listen über das Frausein, über Feminismus, über unterschiedliche Zustände, über Liebe und vieles mehr. Dabei dienen diese Listen als einfach Auflistung, als Kommentar, als Aneinanderreihung von Beobachtungen, Schlagwörtern und Fragen, als Diskurs und für die aktuelle Produktionen “Amöben” als Grundlage von Songtexten. Die niedergeschriebenen Wörter gleichen einem Geflecht aus Imagination, Hinweisen und visuellen Beschreibungen. Für dis-play läuft die Liste “Abendkleid” über die Laufschrift im Container.

Nana Hülsewig ist Künstler:in, Performer:in und Kostümbildner:in, lebt in Stuttgart und arbeiten im Bereich der Performance und schreibt Texte, Songs und Drehbücher. Seit 2010 arbeitet Nana vermehrt mit Interaktionen im öffentlichen Raum und analysiert diesen als Verhandlungsort von gesellschafts-politischen Themen und als Bühne. 2016 gründete Nana die Performancegruppe NANA&FRIENDS und realisierte in diesem Zuge einige Produktionen mit Günter Brombacher. 2013 begann Nana ihre Zusammenarbeit mit dem Künstler:innenkollektiv NAF – Unter dem Titel NORM IST F!KTION erarbeiteten Nana und Fender Schrade verschiedenste Projekte im Theater, in Museen, im Kino, in Shoppingmalls und im öffentlichen Raum. Ihre Projekte verwirklichte Nana in Kooperation mit Gastkünstler*innen, der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig und dem Theater Rampe Stuttgart. Mehr Infos über Nana: www.naf.space

Im Rahmen von dis-play war Doris Weinberger Tandempartner:in von Evgenija, gemeinsam hat ein Künstler:innengespräch mit Mari Lena Rapprich am 29. Juni um 19 Uhr im/am CIAO Ausstellungscontainer stattgefunden.

display // Raiko Sanchez: 10.6.-19.6.2022

Raiko Sanchez arbeitet mit sozialen Fragestellungen und Interaktionen, untersucht Verhaltensweisen von Menschen und ihrer Umfeld, wie diese auf konstruierte Räume und Situationen reagieren und welche Bewegungsmuster sich daraus ableiten lassen. Dabei interessiert sich Raiko für die sozialen Komponenten von Ausstellungsräumen und deren Einfluss auf unseren Umgang mit Räumen sowie auf unsere alltäglichen Bewegungen in öffentlichen und/oder künstlerisch besetzen Räumen. Durch das Masterstudium in Raumbezogenes Entwerfen und Ausstellungsgestaltung an der UdK Berlin, hat sich Raiko ein praxisorientiertes, strukturelles Wissen angeeignet, welches nun seine künstlerischen Arbeiten und Projekte prägt – laut und leise, subtil und offensiv, schnell und langsam, materiell und immateriell. Ausstellungsräume bieten hierbei ein gewisses Maß an Experimentierfläche, um das Publikum dazu einzuladen, näher zu treten, die Scheu vor der Kunst zu verlieren, sich zu beteiligen und aktiv zu werden. Raiko versteht seine künstlerischen Arbeiten vielmehr auch als Werkzeug der Vermittlung des Raumes. In seiner interaktiven Praxis verbindet er Ästhetik mit Spiel und Öffentlichkeit mit individuellem Erleben. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Raum und dessen potenzielle Besucher:innen wird zu einem bewussten Akt der Kommunikation, um das eingeübte Sich-Ausweichen spielerisch in Frage zu stellen.

Raiko greift in seinen Arbeiten analoge Situationen auf und transformiert diese in digitale Formen und Räume. Dabei geht es nicht rein um eine Übersetzung vom Analogen ins Digitale sondern vielmehr um eine Verbindung, zwischen real-anwesenden Orten oder Objekten und vielschichtigen, multimedialen Raumkonstruktionen oder nachgebauten Raumsituationen. Der analoge und digitale Raum treten in einen Dialog, der wechselwirkende Reaktionen hervorruft. Mit www.dis-is-play.de schafft Raiko eine Plattform, um die Transformationsprozesse des Arbeitsaufentahltes und vor allem im Umgang mit dem Container nachvollziehbar zu machen und zugleich, die unterschiedlichen Stadien, Prozesse und Zwischenzustände sichtbar zu machen. Die webbasierte Plattform dient als Möglichkeit ergebnisoffen, mit einer übergeordnete Struktur, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und anzubieten. Außerdem erweitert sich das Ortsspezifische um einen offenen, online-erfahrbaren Raum. In einem sich fortschreibenden Prozess greift Raiko das Spielerische auf, verschiebt Grenzen zwischen Innen und Außen sowie von Analog und Digital.

Die Arbeitsweise von Raiko ist wie ein Puzzle: eine Kombination aus verschiedenen Teilen, die sich nach und nach zu einem größeren Ganzen und zu einem Bild zusammensetzen. Die Anzahl der zu kombinierenden Teile ist allerdings kein vorher bestimmte Anzahl an Objekten, Materialien und Teilen, sondern wird in Reaktion auf Orte, Räume und Situationen bestimmt. Raiko fügt diese nach und nach hinzu, ändert Positionen oder nimmt auch wieder etwas weg. Es ist ein prozesshaftes Arbeiten, welches sich aus den jeweiligen Situation konstituiert. Für dis-play findet eine kontinuierliche Reaktion auf Ort, Raum und Situation des Containers und seiner quadratischen Form statt, sowohl im physische als auch onlinebasierten Raum, im den durch zusammenfügen unterschiedlicher Teile, unterschiedliche Zustände erprobt werden.

Raiko Sanchez ist Künstler:in, lebt derzeit in Berlin und arbeiten im Bereich der analogen wie digitalen Raumaneignungen. Raiko studierte an der HfBK Dresden, schloss dort 2019 als Meisterschüler:in bei Martin Honert das Studium ab und ging an die UdK Berlin um dort einen Master in Raumbezogenes Entwerfen und Ausstellungsgestaltung bei Gabi Schillig zu absolvieren. Außerdem ist Raiko Teil des VASISTASmag, mit Headquarter in Dresden, und seit kurzem auch von reboot, einem Projekt der Werkstadt Berlin. Mehr Infos über Raiko: www.raikosanchez.de

Im Rahmen von dis-play war Florian Witt Tandempartner:in von Raiko, gemeinsam hat ein Künstler:innengespräch mit Mari Lena Rapprich am 15. Juni um 19 Uhr im/am CIAO Ausstellungscontainer stattgefunden.

dis-play // Evgenija Wassilew Evgenija Wassilew: 27.05.-5.6.2022

Evgenija Wassilews Arbeit untersucht die Wirkung und Wahrnehmung von Klang und Schrift an den Grenzen des Hör- und Sichtbaren. Im Zeitraum des Arbeitsaufenthaltes von dis-play im/am Ausstellungscontainer CIAO am Güterbahnhof Bremen setzt Evgenija die Recherche über das Phänomen von Phantomgeräuschen fort. Zur Übersetzung dieser Hörerscheinungen wird mit akustischen Rückkopplungen experimentiert und der performativen Charakter dieser Klänge untersucht. Die Eigenheit des Kubus als sowohl geschlossener als auch offen erlebbarer Raum inmitten eines Gleisdreiecks wird durch repitativ laufenden Zitate, Lesungen, wechselnden Installierung von Geräuschen vor Ort und parallel entstehenden (Auf)Zeichnungen erkundet.

Evgenija nutzt den Container als Resonanzkörper und öffnet diesen um Klänge hörbar zu machen. Dabei interagieren Frequenzen und Feedbacks, hohe Klangfrequenzen werden hörbar und mischen sich mit den vorbeifahrenden Zügen, dem Warnsignal der sich schließenden Schranke und Motorengeräuschen. Evgenija spielt mit den Frequenzen und sucht nach den Phantomklängen entlang des CIAO Ausstellungscontainers, dabei werden sowohl im Außenraum des Areals als auch im Innenraum des Containers Klänge hörbar und erfahrbar. Hinter der Scheibe eröffnet sich eine feinfühlige Klangerfahrung, die durch das Begehen des Containers eröffnet wird.

Evgenija Wassilew ist Künstler:in, lebt aktuell in Berlin und arbeitet im Spannungsfeld von Zeichnung und Klang. Evgenija studierte Bildende Kunst an der Beaux Arts de Paris, Frankreich, als Gaststudentin in Kumasi, Ghana und kam im Rahmen eines Postgraduiertenstipendiums an der UdK 2008 nach Berlin. Unter anderem erhielt Evgenija das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds (2022), das Recherchestipendium des Berliner Senats (2019) und die Künstler:innenförderung Braunschweig Projects (2016) und war artist-in-residence im Atelierhaus Salzamt Linz in 2020, in der Galleria Titanik in Turku in 2018 und wird diesen Sommer einen Monat in Die, Frankreich (DIEresidenz) arbeiten. Evgenijas Arbeiten und Performances wurden in verschiedensten internationalen Kontexten und Orten gezeigt. Mehr Infos über Evgenija: www.evgenija-wassilew.com

Im Rahmen von dis-play war Anne Krönker Tandempartner:in von Evgenija, gemeinsam hat ein Künstler:innengespräch mit Mari Lena Rapprich am 1. Juni um 19 Uhr im/am CIAO Ausstellungscontainer stattgefunden.

dis-play

dis-play ist ein künstlerisch-kuratorisches Projekt, initiiert von Mari Lena Rapprich, welches vier überregionale Künstler:in zu einem 10-tägigen Arbeitsaufenthalt im/am CIAO Ausstellungscontainer am Güterbahnhof Bremen – Areal für Kunst und Kultur einlädt, zwischen Arbeits- und Ausstellungsort sowie zwischen künstlerische Produktion und Experiment. dis-play thematisiert den aktuellen Diskurse über die Notwendigkeit des künstlerischen Arbeitens und begibt sich in einen anhaltenden Wandel aus Ideen, Gesprächen, Atelier sowie Ausstellungsort.

CIAO wird zum Verhandlungsort und zur Spielstätte. Das Kunst-Machen und Kunst-Zeigen wird zum Gegenstand der Untersuchung. Es entsteht ein permanentes und in dem Moment repetitiv-andauerndes Ausloten zwischen den Recherchen und Verarbeitungen des neuen Umfelds und Gesehenen, dem Erarbeiten von neuen Arbeiten bzw. Arbeitseinsätzen, der Weiterführung von bestehenden Ideen und Arbeitssträngen sowie neuen Impulsen und einer Ausstellungssituation, die von sich aus schon Innen und Außen thematisiert.

KeepINside: Elfin Açar // 06.05.22 – 18.05.22

Elfin Açar füllt den CIAO Container mit ihrer eigenen Kunstpraxis, während sie die Idee des Alleinseins in der Menge hinterfragt.
Die Künstlerin lässt sich in ihren Arbeiten von Themen wie Natur, Erinnerung und Identität inspirieren, während sie davon träumt, mit einem Container ihren eigenen Wald mitten in der Stadt zu schaffen.
Diese experimentelle Fiktion, die mit einer lyrischen Sprache geschaffen wird, gibt dem Konzept der "offenen Arbeit", das die Künstlerin oft in Frage stellt, eine neue Richtung.

Fünf Sterne // 04.04.22 – 22.03.22

In der Ausstellung Fünf Sterne der Künstler:innengruppe KG Reiszen spielen Wiebke Mertens, Anne Moder und Sophie Meurer mit dem Charme von Einrichtungshäusern, dem Träumen von den eigenen vier Wänden und den damit verbundenen Vorstellungen eines Ortes, den wir Zuhause nennen.
Wie viele Kuscheltiere brauchen wir, um einschlafen zu können?

Finissage: 22.04.2022 19:00 mit DJ Set by Herzlaker Tannen

Kate Andrews, Gregor Andzelm: Baumärkte und andere Bibliotheken // 09.03.22 - 30.03.22

Entstehung eines Textes sowie eines Bildes durch kollaborative Entscheidung. Semantik aus Metallteilen.

Fritz Laszlo Weber: Geografien der Unterbrechungen // 21.02.22 – 27.02.22

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