Freaques de la Musique: Sex Magick Wizards (NOR) Wobble8 (BER)

Tor 9

Sex Magick Wizards (NOR)

Experimental Sami Avantgarde-Rock

Viktor Bomstad – Gitarre, Joik, Gesang, Synthesizer
Sigrid Aftret – Saxophon, Flöten, Synthesizer, Gesang
Henrik Sandstad Dalen – Bass, Sampler, Gesang
Ingvald André Vassbø – Schlagzeug, Gesang

Sex Magick Wizards sind ein norwegisch-sámisches Quartett, eine ganz eigene musikalische Landschaft, welche psychedelischen Rock, freie Improvisation und Joik zu hypnotischen, ritualistischen Klanglandschaften verschmilzt. Ihr gerade erschienenes Doppelalbum „Suola ja Noaidi“ (Der Dieb und der Schamane) greift Themen wie Kolonialisierung ,als Waffe eingesetzte Religion und die Widerstandsfähigkeit der Sámi auf. Ausgehend von diesem kulturellen Material haben Sex Magick Wizards ein Doppelalbum geschaffen, das traditionelle Joik-Elemente mit ihrem charakteristischen experimentellen Rock-Sound und freier Avantgarde-Improvisation verbindet.

Durch die Kombination von Fragmenten des nord-samischen Originalgedichts mit neuen Texten sowohl auf Englisch als auch auf Nord-Samisch und durch eine stärkere Konzentration auf den Gesang, schaffen Sex Magick Wizards eine ganze eigene Klangsprache, wie man sie im experimentellen Rock nicht oft hört. Das Album enthält zudem eine Neuinterpretation eines alten, traditionellen Joiks aus Ivgorášša, dem Heimatort des Gitarristen Sängers und Joikers Viktor Bomstad.

Die Band erweitert mit dem neuen Album die Grenzen des experimentellen Rocks und schöpft dabei aus der samischen Kultur und der Avantgarde-Tradition.

https://sexmagickwizards.bandcamp.com/album/suola-ja-noaidi

Wobble8 (BER)

Progressiv Jazz Metal

Valentin Schuster – Schlagzeug
Sofia Salvo – Baritonsaxophon)
Sebastian Pfeifer – Synthesizer, verfluchtes Becken
Dan Peter Sundland -Bass VI, Gesang

Valentin Schuster sollte unseren Konzertbesuchern noch ein Begriff sein, hat er doch nach dem spontanen Ausfall des Konzertes seiner Band PeroPero, einen denkwürdigen Abend mit Axel Zajac von Malstrom ins Publikum genagelt!

Jetzt also Wobble8… Diese Kapelle hat es sich auf die Fahnen geheftet, klanglich die bekanntesten Modelle, die die Menschheit bisher zur Erklärung unserer seltsamen Welt entwickelt hat, zu erkunden. Wobbler der Erde, vereinigt euch! Beeinflusst von progressivem Metal wie freier Improvisation gleichermaßen entwickeln Wobble8 ein düsteres, melancholisches Gemisch aus wackeligen Mustern und eindringlichen Melodien die oft mit sich selbst und der Umgebung wechselwirken und sich anfühlen, als würde man von einem schwarzen Loch spaghettifiziert…

WOBBLE8 ist eine Collage aus analogen und digitalen Elementen, wie das rostige Metall und das antike Pergament auf dem Cover ihres Debütalbums „The Moon is not there when nobody looks“. Ein sich ständig veränderndes Puzzle mit beweglichen Teilen, die sich verschieben und wieder zusammensetzen.

„Our Universe is inherently wobbly…“, hat einmal ein sehr kluger Quantenphysiker gesagt, also wird es Zeit, Musik zu machen, die das widerspiegelt!

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